CSE auf der 12th Pipeline Technology Conference

Europaweite Vernetzung, Energiespeicherung der Zukunft, dezentrale Versorgung! Experten planen die zukünftige Sicherheit unserer Gasnetze.

Safety 4.0 – Bagger werden zentimetergenau gestoppt, bevor sie in eine Gas-Pipeline rammen, und das vollautomatisch. Die digitalen Daten der Pipeline erhalten sie per GPS und mit einem Radarsystem wird die Tiefe der Leitung gemessen. So kann der Schutz von Pipelines in Zukunft möglicherweise aussehen. Dies war u.a. Thema der PTC Conference 2017.

Die 12. Pipeline Technology Conference fand am 02. bis 04. Mai in Berlin statt. Sie dient zur Förderung des Austausches zwischen Gasnetzbetreiber, Wissenschaft und Anbieter technischer Komponenten im Öl-, Gas- und Wasserbereich. Neue Technologien und Konzepte werden hier vorgestellt und geben einen Einblick in die zukünftige Öl-, Gas- und Wasserversorgung für Bevölkerung und Industrie. Die jungen Wissenschaftler des CSE hatten auf der Konferenz die Chance einen Überblick über die Industrie zu erhalten und konnten sogleich Kontakte zu Unternehmen und Institute knüpfen.

Public Awareness, die Bürger müssen in die Sicherheitskozepte miteinbezogen werden!

Im Rahmen der Pipelinesicherheit präsentierte Prof. Schmidt vom CSE-Institut in einem Vortrag ein neues Sicherheitskonzept für die Zukunft der Pipelinenetze. Das CSE verfolgt einen neuen innovativen Ansatz zum Schutz von Bevölkerung und kritischer Infrastruktur. Internationale und nationale Studien zeigen, dass unsere Pipelinenetze technisch sicher sind und die Anzahl der Zwischenfälle in den letzten 13 Jahren gesunken ist. Nichtsdestotrotz kommt es immer wieder zu Unfällen. Die Hauptursache für Zwischenfälle kann auf Baumaßnahmen durch Bagger und Bohrmaschinen durch Drittunternehmen zurückgeführt werden. Die klassischen Sicherheitskonzepte, die in der Industrie etabliert sind, können mit den neuen digitalen Möglichkeiten erheblich verbessert werden. Aus diesem Grund initiiert das CSE ein neues Sicherheitskonzept, bestehend aus einem Antikollisonssystem zur Vermeidung von Schäden durch Dritte (THANCS – third party anti-collison system) und einer innovativen Kommunikationsstrategie in der die Bürger aktiv mit Netzbetreiber und Drittunternehmen im Dialog stehen. Die Kommunikation verläuft bisher einseitig von Betreibern zu Bürgern und dienen meist nur zur Information. Der Ansatz vom CSE ist neu. Bürger, die sich in unmittelbarer Nähe zu einer Baustelle befinden, sollen dazu sensibilisiert werden die Sicherheit von Baumaßnahme zu hinterfragen. Mit einer zentralen Meldestelle sollen Bürger prüfen können, ob Baumaßnahmen mit den Netzversorgern abgesprochen sind. Ziel ist es, dass die Kommunikation in beide Richtungen erfolgt, denn nur so kann es einen Sicherheitsgewinn geben. Zusätzlich muss den Bürgen deutlich gemacht werden, dass Risiken immer existieren ohne dabei Ängste zu verstärken. Statistiken und Kennzahlen sind für den Normalbürger nicht greifbar und damit nicht optimal um das geringe Risiko, welches von Pipelines ausgeht, zu beschreiben.

Zum Abschluss der Konferenz fand eine Diskussionsrunde zwischen Experten zur Sicherheit und Kommunikation von Pipelines statt. Prof. Schmidt betonte in dieser Runde nochmals die Wichtigkeit der Kommunikation zwischen Betreibern und Bürger und unterstrich, dass in Zukunft neue Wege beschritten werden müssen.

  • Das CSE forscht an innovativen Antikollisionssystemen
  • Das CSE sieht in einer neuen beidseitigen Risikokommunikation die Zukunft.

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